Josef
W. Pohling
52
Jahre alt, von Beruf Lehrer und seit 26 Jahren
Spezialzuchtrichter.
Vor
15 Jahren erste Prüfung als Gruppenrichter für die Gruppe 2. Danach
weitere Ausbildung für die einzelnen FCI-Gruppen und seit 1999
Allgemeinrichter des Verbandes für das Deutsche Hundewesen.
Aufgewachsen
- 6 Jahre lang - bin ich mit einem weißen Großspitz, der bereits
leidenschaftlich meinen Kinderwagen bewachte. Nach dessen - für mich
sehr schmerzlichen Tod - war ein Mischling (Mittelschnauzer Deutsch
Kurzhaar) mein „Jugendfreund". Diesen mussten meine Eltern aber
abgeben, da ich für eine Hundeerziehung noch zu jung und der Rüde zu
„raubzeugscharf" war, worunter vor allem die Nachbarhühner und Katzen
zu „leiden" hatten. Dann - mit 11 Jahren der erste eigene Hund - ein
Dalmatiner. Ich war 15 Jahre alt, als der erste Berner Sennenhund dazu
kam, den ich auch leistungsmäßig führte. Nach dem Tod des Dalmatiners
wurde ein zweiter Berner - ein Enkelsohn meines Rüden - in die Familie
aufgenommen. Zuchterfahrungen sammelte ich mit Bernern und später mit
Appenzeller Sennhunden.
Im
Alter von 20 Jahren wurde ich zum Zuchtwart im Schweizer
Sennenhundverein ernannt, mit 23 Jahren begann ich die Ausbildung zum
Spezialzuchtrichter für Schweizer Sennenhunde, für die damals eine
Mindestausbildungszeit von 3 Jahren vorgeschrieben war. Eine nicht
vorhandene Rasseblindheit und das leidenschaftliche Eintreten für
den gesunden und leistungsfähigen Rassehund ebneten meinen weiteren
kynologischen Werdegang. Im SSV war ich 24 Jahre im Hauptvorstand,
davon 21 Jahre als Zuchtleiter und 6 Jahre als Präsident und
Zuchtleiter. 2002 wurde ich von der Mitgliederversammlung dieses
Vereins zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Erwähnen
kann ich noch, dass ich seit der Einführung des VDH-Zuchtausschusses
dort ununterbrochen tätig bin und seit 7 Jahren als Vorsitzender dieses
Ausschusses fungiere. Seit dieser Zeit bin ich auch Mitglied im
Zuchtrichter- und Tierschutzausschuss des Verbandes. Auf der
Mitgliederversammlung des VDH im November 2003 wurde ich in den
Vorstand des Verbandes gewählt und betreue dort die Ressorts Zucht- und
Zuchtbuchwesen, Wissenschaft und Forschung und Tierschutz. Als
„Kynologenvertreter" des Verbandes sitze ich auch im Vorstand der GKF( die Red.:Gesellschaft für kynologische
Forschung, Bonn) - einer unabhängigen aber mit den betreuten
Ressorts eng zusammenhängenden Gesellschaft.
So
nebenbei bin ich auch verheiratet und habe einen 15-jährigen Sohn. Zur
Zeit bereichert als Hund ein 2-jähriger Rauhaardackel unsere Familie.
Mit
den Neufundländern bin ich seit meiner Jugend vertraut und ich denke,
dass nicht mehr allzu viele DNK-Mitgliederden Namen „Thrän" in
Nördlingen kennen werden, wo ich meine ersten Erfahrungen mit der Rasse
machen durfte.
Josef W. Pohling
(entnommen: "Unser Bär - Der Neufundländer" 3/2004)