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Rassestandard

Als der Neufundländer  in seiner Heimat noch als Arbeitshund eingesetzt wurde, gab es für ihn keinen Rassestandard. Die Fischer legten vielmehr Wert auf ein  Zugtier, das in den Wintermonaten  für  den Brennholztransport und Schlittenreisen bestens  geeignet war. Kraftvoll, wetterunempfindlich und menschenfreundlich.
Erst mit dem Aufkommen des Hundesports im 19. Jahrhundert und  dem Trend hin zum Statussymbol in  betuchten Bürgerschichten, wurden aus mehr oder weniger deutlichen Rassebeschreibungen  Rassestandards geformt. Dies war notwendig, um auf den nun eingeführten Hundeausstellungen die Siegerhunde entsprechend klassifizieren und prämieren zu können.

Der erste Rassestandard wurde in England festgelegt und damit der bisherige Arbeitshund  zur Rasse erhoben. Neufundland  war zu dieser Zeit eine Kolonie Großbritanniens  und darum gilt heute England als Begründer des Neufundländers als Rasse.
fci-logo
Mit dem Eintritt Neufundlands in die kanadische Union (1948) ist der Neufundländer auch zu einem nationalen Symbol des Königreichs Kanada geworden. Über viele Jahrzehnte hinweg haben die kanadischen Züchter nach dem englischen Rassestandard  gezüchtet, um dann vor wenigen Jahren einen eigenen Standard zu entwickeln.

Die internationale Hundeorganisation FCI ( Federation Cynologique Internationale, Brüssel ), die für alle Mitglieder (England, Canada und die USA sind nicht Mitglied)  die Rassestandards der Ursprungländer vorgibt, entwickelte daraufhin einen eigenen Standard, der  die englischen Gründervorstellungen, wie auch die des Heimatlandes Kanada, vereinigen sollte.  Dieser Standard trat 1996 in Kraft.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Farbzucht. Während in Kanada der braune Neufundländer nicht zugelassen ist, wird dieser sowohl von England als auch von der FCI akzeptiert. Hingegen wird im FCI-Standard der weiß-schwarze Neufundländer nicht mehr mit seinem traditionellen Namen "Landseer" bezeichnet, um Verwechslungen mit dem 1960 von deutschen und schweizerischen Züchtern neu geschaffenen  Landseer "europäisch continentaler Typ"  zu vermeiden.
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben ihre Zuchtvorstellungen in einem eigenen Standard zusammen gefasst, der  u. a. auch graue Neufundländer zulässt.

ab dem Jahr 1898
>>>   Der deutsche Rassestandard im Jahre 1898       (im PDF-Format)

ab dem Jahr 1924
>>>   Der FCI-Rassestandard von 1924      (im PDF-Format)

ab dem Jahr 1950
>>>   Der englische Rassestandard um 1950    (im PDF-Format)

ab dem Jahr 1989
>>>   Der FCI-Rassestandard von 1989 (noch heute gültiger, englischer Standard)  (im PDF-Format)

ab dem Jahr 1996
 >>>  Der heutige, gültige FCI-Rassestandard für die deutsche Zucht   (im PDF-Format)












Noch Fragen zum Rassestandard? Bitte wenden Sie sich an unsere >>> Richterobfrau

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